Aufbau, Fortschritt und erste Ergebnisse
2025 kam neuer Schwung in die Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens. H+ gründete den neuen Geschäftsbereich Digitalisierung und übernahm zugleich den Co-Vorsitz im Branchengremium des Programms DigiSanté. Ausserdem schuf H+ die Basis für eine eigene Fachkommission Digitalisierung, die 2026 ins Leben gerufen wird.
Bereits im ersten Jahr konnte der neue Geschäftsbereich Digitalisierung wichtige Meilensteine erreichen:
Aktive Mitgestaltung von DigiSanté auf Branchenebene
H+ hat sich mit Mauro Welte (Leiter Geschäftsbereich Digitalisierung) erfolgreich um den Co-Vorsitz im Branchengremium DigiSanté beworben. 2025 fanden drei Sitzungen des Branchengremiums statt, an denen sich 46 Organisationen beteiligten. Gemeinsam wurde das Gremium so strukturiert, dass der Fokus auf die wichtigsten Projekte aus Sicht der Branche gelegt wird: SwissHDS, E-Medikation, Micro Data Center und NASURE.
Diese Grundlage ermöglicht es, für die Diskussionen in der späteren Umsetzungsphase fachlich, technisch und organisatorisch passende Rahmenbedingungen abzuleiten. Als nächsten Schritt gilt es, die entsprechenden Zielbilder zu finalisieren. Über die Mitarbeit in Branchengremium Kommissionen kann die Branche bereits in der konzeptionellen Phase direkt mitwirken und sicherstellen, dass ihre Interessen möglichst früh aufgenommen werden.
Gesetzliche Rahmenbedingungen und Koordination für schweizweite Interoperabilität
Die Teilrevision des Heilmittelgesetzes (HMG) könnte einen verpflichtenden eMedikationsplan und ein E-Rezept ermöglichen – erste Schritte hin zu Vorgaben für eine schweizweite Interoperabilität. Zudem verabschiedete der Bundesrat Ende Jahr die Botschaft zum elektronischen Gesundheitsdossier (E-GD) als Nachfolgelösung zum EPD zuhanden des Parlaments. Das E-GD ist als Bürger:innen-Dossier konzipiert, und soll insbesondere die Transparenz und Gesundheitskompetenz erhöhen.
Damit die Leistungserbringer einen tatsächlichen Nutzen aus diesen Initiativen ziehen können, sind eine koordinierte Einführung und Abstimmungen der diversen gesetzlichen Digitalisierungsvorhaben entscheidend. Nur so entstehen konsistente Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und ein echter Mehrwert für die Versorgung und Bevölkerung.
Vorbereitung der H+ Fachkommission Digitalisierung
Ende 2025 führte H+ eine Umfrage unter den Mitgliedern durch, um Bedürfnisse, Erwartungen und Prioritäten im Bereich Digitalisierung strukturiert zu erfassen. Diese wichtige Erhebung liefert die inhaltlichen Grundlagen für den Aufbau der Fachkommission Digitalisierung (FKD).
Ab 2026 wird H+ die FKD als beratendes Gremium etablieren. Sie wird Digitalisierungsthemen aus der Praxis aufnehmen, einordnen und sie gebündelt in die relevanten Gremien und Prozesse einbringen. Die FKD wird damit die koordinierte Meinungsbildung unterstützen und dazu beitragen, digitale Entwicklungen im Gesundheitswesen im Sinne der Mitglieder wirkungsvoll zu gestalten.